
BREMISSIMA
Räume mit Konzept
Konzept Kristina Reinhardt-Mikoelan verantwortet bei BoConcept Bremen den Geschäftskundenbereich. Sie begleitet Investoren, Projektentwickler und Betreiber vom ersten Einrichtungskonzept bis zur fertigen Übergabe.
Text & Fotos: BoConcept
Wer Ferienimmobilien, Hotels oder Hospitality-Projekte entwickelt, entscheidet früh über Wirkung und Wertigkeit. BoConcept Bremen begleitet Investoren und Betreiber dabei vom ersten Konzept bis zur fertigen Übergabe.
Die Investitionsentscheidung ist gefallen, vielleicht wächst bereits der Rohbau, vielleicht beginnt gerade die Vermarktung. Der erste Gast ist zu diesem Zeitpunkt noch Monate entfernt. Trotzdem werden jetzt Entscheidungen getroffen, die später mitbestimmen, wie eine Ferienwohnung, ein Hotel oder ein Apartmenthaus wahrgenommen wird.
Schon in dieser frühen Phase geht es um ganz konkrete Entscheidungen: um Laufwege und Raumaufteilung, um Materialien und Möblierung, aber auch um die Frage, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und welche Atmosphäre das Projekt später vermitteln möchte.
Für Kristina Reinhardt-Mikoelan beginnt an diesem Punkt die eigentliche Arbeit. Als Head of Business Planning verantwortet sie bei BoConcept Bremen diesen Geschäftskundenbereich. Zu ihren Ansprechpartnern gehören Investoren, Projektentwickler, Architekten, Hoteliers, Unternehmen und Eigentümer von Ferienimmobilien. „Wir verkaufen nicht einfach Möbel. Wir entwickeln Lebens- und Arbeitsräume“, beschreibt sie den Anspruch. Das klingt zunächst nach einem feinen Unterschied. Tatsächlich verändert es aber den gesamten Planungsprozess.
Erst das Konzept
Am Anfang steht bei BoConcept nicht die Frage, welches Sofa oder welcher Stuhl gefallen könnte. Zunächst geht es um das große Ganze. Zu Beginn geht es um ein genaues Verständnis für das Projekt: für die Menschen, die die Räume später nutzen, für die gewünschte Zielgruppe und das angestrebte Preis- und Qualitätsniveau. Ebenso wichtig ist, dass sich die Einrichtung schlüssig in die Architektur einfügt und die gewünschte Atmosphäre unterstützt.
Gerade bei Ferienimmobilien und Hotels ist die Einrichtung längst mehr als ein schöner Abschluss der Bauphase. Sie wird zu einem Teil der Positionierung. Gäste sehen heute schon vor der Buchung zahlreiche Fotos und vergleichen Unterkünfte innerhalb weniger Augenblicke. Materialien, Licht, Möblierung und Atmosphäre prägen dabei das Gesamtbild ebenso wie Lage und Architektur.
Ein stimmiges Interior-Konzept kann deshalb dazu beitragen, die gewünschte Wertigkeit einer Immobilie sichtbar zu machen, eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen und das Projekt klarer am Markt zu positionieren.
„Wir versuchen zunächst zu verstehen, was eine Immobilie leisten soll und welche Menschen sich später dort aufhalten“, sagt Reinhardt-Mikoelan. Erst danach beginnt die Auswahl von Möbeln, Farben und Materialien.

Alles aus einer Hand
BoConcept kennen viele als dänische Möbelmarke, die auch Privatkunden bei der Einrichtung ihrer Wohnräume berät. In Bremen hat sich daneben ein Geschäftskundenbereich entwickelt, der komplette Projekte begleitet. Dabei kann es um eine einzelne hochwertige Ferienwohnung gehen, aber ebenso um ein ganzes Apartmenthaus, einen Hotelbereich oder eine moderne Arbeitswelt. Der Anspruch bleibt derselbe: Aus vielen Einzelentscheidungen soll am Ende ein stimmiges Gesamtbild entstehen. Und dafür braucht es häufig mehr als Möbel.
Je nach Projekt arbeitet das Bremer Team mit Lichtplanern, Akustikern, Malern, Bodenlegern und weiteren regionalen Partnern zusammen. Farben, Textilien, Beleuchtung und Dekoration werden ebenso mitgedacht wie die eigentliche Möblierung.
Für Investoren, Eigentümer und Betreiber hat das einen ganz praktischen Vorteil: Sie müssen nicht jede einzelne Schnittstelle selbst koordinieren. „Der Kunde soll möglichst nur eine Ansprechpartnerin haben – vom Anfang bis zum Ende“, sagt Reinhardt-Mikoelan. Sie begleitet die Projekte vom ersten Gespräch über die Planung bis zur Auslieferung und Abnahme. Gerade bei komplexeren Vorhaben kann diese Bündelung Prozesse vereinfachen. Statt Möbel, Licht, Materialien und weitere Gewerke unabhängig voneinander zu betrachten, werden die einzelnen Bausteine möglichst früh aufeinander abgestimmt.
Löffelfertig
Wie weit diese Begleitung gehen kann, zeigt ein Begriff, den Reinhardt-Mikoelan gerne benutzt: „löffelfertig“. Gemeint ist genau das, wonach es klingt. Auf Wunsch wird eine Ferienwohnung oder ein Apartment so vollständig vorbereitet, dass der Betreiber im Grunde nur noch die Tür öffnen muss. Die Betten sind bezogen, Handtücher liegen bereit, das Geschirr ist eingeräumt. Und der Löffel liegt tatsächlich schon in der Schublade.
Gerade für Investoren oder Eigentümer, die nicht selbst vor Ort leben oder mehrere Immobilien betreuen, kann eine solche Komplettlösung interessant sein. Statt zahlreiche einzelne Lieferanten und Termine zu koordinieren, entsteht ein abgestimmtes Konzept, das bis zur fertigen Übergabe begleitet wird. Dabei muss ein Projekt keineswegs immer mit einem riesigen Budget beginnen. Manchmal verändern bereits Licht, Farben oder wenige gezielt ausgewählte Möbel die Wirkung eines Raumes entscheidend.
Auch vorhandene Einrichtung kann integriert werden. Und manches Konzept darf bewusst wachsen.

Wirtschaftlich planen
Je früher solche Fragen geklärt werden, desto größer ist der Spielraum. Ein Sofa lässt sich noch relativ einfach verschieben. Anschlüsse, Laufwege oder bauliche Details später zu verändern, kann dagegen aufwendig und teuer werden. Für Projektentwickler, Investoren und Betreiber lohnt es sich deshalb, die spätere Nutzung und Einrichtung bereits in einer frühen Planungsphase mitzudenken. Genau hier liegt für Reinhardt-Mikoelan auch ein wirtschaftlicher Aspekt ihrer Arbeit: Entscheidungen sollen möglichst dann getroffen werden, wenn noch verschiedene Möglichkeiten offenstehen. Das schafft Planungssicherheit und kann verhindern, dass erst während des Umbaus oder nach der Fertigstellung auffällt, dass Proportionen, Wege oder Einrichtung nicht so zusammenspielen wie gedacht. Gleichzeitig wird früh sichtbar, ob Gestaltung, gewünschte Zielgruppe und Positionierung der Immobilie wirklich zueinander passen.
Planung wird erlebbar
Um solche Entscheidungen zu erleichtern, arbeitet BoConcept mit Materialmustern, Zeichnungen und dreidimensionalen Planungen. Für größere oder komplexere Projekte steht im Bremer Store außerdem ein besonderes Werkzeug zur Verfügung: der Smart Cave.
In einem abgedunkelten Raum lassen sich geplante Büros, Hotels, Villen oder sogar ganze Gebäude als dreidimensionale Projektion erleben. Mit einer VR-Brille bewegen sich die Betrachter durch Räume, die in Wirklichkeit noch gar nicht existieren. Dabei geht es weniger um den technischen Wow-Effekt als um ganz praktische Fragen.
Im Smart Cave lässt sich beispielsweise überprüfen, ob Abstände und Laufwege funktionieren oder wie Möbel in ihren tatsächlichen Proportionen im Raum wirken. Auch unterschiedliche Farben, Materialien und Varianten können miteinander verglichen werden, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden. Selbst Projektpartner, die sich an anderen Orten befinden, können virtuell zugeschaltet werden und gemeinsam durch die Planung gehen. „So können unsere Kunden schon vorher erleben, wie der Raum einmal aussehen und wirken wird“, erklärt Reinhardt-Mikoelan.
Der Smart Cave ist also kein Ausgangspunkt des Projekts, sondern ein zusätzliches Werkzeug innerhalb des Planungsprozesses. Er macht sichtbar, was zuvor gemeinsam entwickelt wurde – und hilft dabei, Entscheidungen zu treffen, solange Veränderungen noch vergleichsweise einfach möglich sind.
Mehr als Einrichtung
Am Ende geht es bei einer Ferienimmobilie oder einem Hotel nicht darum, möglichst viele schöne Möbel in einem Raum zu versammeln. Es geht darum, Architektur, Funktion, Gestaltung und Zielgruppe zusammenzubringen. Um Räume, deren Wertigkeit zum Anspruch des Projekts passt und die bereits beim ersten Eindruck vermitteln, wofür eine Immobilie steht.
Für Eigentümer, Investoren und Betreiber wird Interior Design damit zu einem Teil der Positionierung. Und zu einem Faktor, der bei Planung und Vermarktung von Anfang an mitgedacht werden kann. Der erste Gast ist zu diesem Zeitpunkt noch Monate entfernt. Wie er die Immobilie später einmal erleben soll, steht dann aber längst fest.
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